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Künstlerin

Die spannende Gratwanderung zwischen gegenständlich expressiver und abstrakter Malerei ist ein Parameter für die Werke der Künstlerin Susanne Purviance. Durch ihre kraftvolle Malerei zeigt sie dem Betrachter neue Bildwelten. Susanne Purviance lebt und arbeitet in Linz, Österreich.

Mag. Karin Zangerl, Kunsthistorikerin

Susanne Purviance setzt mit ihrem Malstil innovative Maßstäbe in der zeitgenössischen Kunst. Ihre Malerei ist intensiv, leidenschaftlich und höchst persönlich. Bildformen, die nicht nur die äußere Welt abbilden, bringen ihre innersten Gefühle zum Ausdruck. Ihr Stil ist geprägt vom Einsatz grafischlinearer Elemente als Kontur des Gegenstandes. Eine zusätzliche Rhythmisierung erfahren die lebendigen Kompositionen durch die expressiven Pinselzüge. Farbe und Linie stehn in fruchtbarer Synthese, sprühen vor Vitalität.
Die Formen lösen sich teilweise während des Malens in Farbe auf, steigern sich zu außerordentlicher Intensität. Ein spontaner Farbauftrag zeichnet die Kunstwerke von Susanne Purviance aus. 
Die spannende Gratwanderung zwischen gegenständlich expressiver und abstrakter Malerei ist ein Parameter für die Werke von Susanne Purviance. Durch ihre kraftvolle Malerei zeigt sie dem Betrachter neue Bildwelten; ermöglicht ihm, mit den Augen eines Künstlers zu sehen. Beheimatet in der klassischen Moderne, fühlt sich die Künstlerin der zukunftsweisenden „Neuen Gegenständlichkeit“ verpflichtet.

Eröffnungsworte zur Ausstellung

Ich bin kein Kunst-Fachmann. In Salzburg habe ich vor fünfunddreißig Jahren ein Semester Kunstgeschichte studiert, dann war Schluss damit. Im Auditorium, vor allen bei Hans Sedlmeyer saßen elegante Salzburger Bürgerinnen jeden Alters und nickten Sedlmeyer begeistert bei seiner Theorie vom „Verlust der Mitte“ in der Kunst zu.

Ich hatte den Eindruck, das ist nicht meine Welt. Kunst war Aufbruch, Neudefinierung, Rebellion. Ich kann mir vorstellen, es wäre auch nicht die Welt von Sue Purviance gewesen. Uns interessierten sowieso schon damals mehr als Mitte die Ränder. Auch die der Gesellschaft. Und tatsächlich sah ich bei meinem ersten Besuch in ihrem Atelier gleich die Bilder von Müllmännern, Bilder von Tankstellen, desolaten Landschaften nach einem Feuerwerk, das sich offenbar wie Krieg auf Fabrikshallen und Menschen ausgewirkt hatte, King-Kong bestaunende Art Diskobesucher, die mir seltsamer erschienen als das Affenungeheuer und so weiter.

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Dr. Peter Leisch, Linz-Kultur 2009

Compilations hat Susanne Purviance dieser Ausstellung als Motto voran gestellt. In der 12. Auflage von Cassells New German Dictionary aus 1968 wird dieser Begriff so lakonisch wie reichlich allgemein mit „Zusammenfassung“, „Sammlung“ und „Zusammenstellung“ übersetzt. Damit lässt sich wenig anfangen, da wohl jede Kunstausstellung künstlerische Arbeiten präsentiert, die nach bestimmten Auswahlkriterien zusammen- und den Besuchern vorgestellt werden.

Sie wäre, erzählte mir die Künstlerin dann auf meine Nachfrage, eigentlich beim Nebenbeihören einer Pop CD, die sie beim Malen aufgelegt hatte, auf diesen Ausstellungstitel gekommen. „Compilations“ wäre diese CD betitelt gewesen – etwas also, was aus verschiedenen Alben einer Gruppe extrahiert würde. Kein vordergründig kalkuliertes „Best of“ aber, sondern eine sehr persönliche Auswahl verschiedener Werkgruppen, die sich aus dem Prozess des Abstimmens und – durchaus im musikalischen Sinn – der „Komposition“ der Ausstellung ergeben hätte.

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Produktion

Ausstellung in der RBL Galerie